Neujahrskonzert "Licht nach dem Dunkel"

02.01. NAK Wilhelmshaven-Nord

 

 

 

Programm:

 

Alexander Heinrich Walter Robausch, 1909 – 1943
Dunkle Tage, seid gesegnet

Dunkelheit

Georg Friedrich Händel, 1685 – 1759
Ich will nicht klagen

Lichtpunkt

Siegfried Karnick, geb. 1928
In dunkler, glaubensarmer Nacht

Licht und Schatten

aus dem Holländischen
Nicht immer wird es dunkel sein

Wenn es dunkel wird

unbekannter Komponist
Licht nach dem Dunkel

unbekannter Komponist
Ich will dich lieben, meine Stärke

Sonnenlicht

Klaus Michael Fruth, geb. 1940
Licht der Welt

Die Macht der Gedanken

Friedrich Hänssler, 1892 – 1972
Auf Adlers Flügeln getragen

Lasten tragen

Moritz Hauptmann, 1792 – 1868
Gott, mein Heil

Klaus Michael Fruth, geb. 1940
Gnade ist, wie Gott sie reicht

Karl Müller, geb. 1914
Nun rüstet die Braut

Vergänglichkeit

Henry Dalle Carbonare, 1912 – 1992
Jerusalem im ew´gen Licht

Kleine Blüte im Sonnenlicht

Gerhard Schumpp, geb. 1946
Du hast mir deinen Frieden

 

Bericht:

Neujahrs-Benefizkonzert zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien

In dem Wunsch Hilfe zu Spenden, wurde am 02.01.2005 in der neuapostolischen Kirche WHV-Nord ein Benefizkonzert durchgeführt. Alle kamen voller Mitgefühl, mit offenen Herzen und Händen, so dass am Ende eine Summe von über 4100 € an NAK karikativ gespendet werden konnte, um damit wirksame Hilfe vor Ort zu leisten.

Gespannte Erwartungshaltung erfüllte den abgedunkelten vollbesetzten Raum. Nur aus einer Ecke schien Kerzenlicht, während der Kammerchor Wilhelmshaven das Kirchenschiff betrat. In dieser Atmosphäre wurde das Konzert mit „Dunkle Tage seid gesegnet“ eröffnet. Bevor sich zu „Das Licht der Welt“ eine Lichtsäule hinter dem Chor bildete, kam das Erste Gedicht von Elise Schreyer „Dunkelheit“, durch Hannelore und Christian Stolz, im Kerzenschein zum Vortrag. In der Folge nahm der Kammerchor verschiedene Aufstellungen zu den Liedern ein und das Licht, sowie die Vorträge erhellten den Raum zunehmend. Lied- und Gedichtestexte, wie „Die Macht der Gedanken“ oder „Nicht immer wird es dunkel sein,“ machten Mut zu positivem Denken und bildeten stets eine Brücke der Empfindungen zur Flutkatastrophe.

Die Stimmungsschwankungen in den textintensiven Liedern wurden vom Chor unter der Leitung von Gerrit Junge präzise umgesetzt. So endete nicht selten ein Stück, welches gedämpft begann, in stimmungsvoll zuversichtlichen Klängen. Während des Vortrages von „Nun rüstet die Braut“ beging der Chor die Empore und sang unter einem „Sternenhimmel“ „Jerusalem im ew´gen Licht“. Eine emotional tief bewegende Schweigeminute schloss sich den letzten gesummten Akkorden von „Du hast mir deinen Frieden tief in das Herz gelegt“ an. Bischof Hartwig Warfsmann, welcher auch schon das Konzert eröffnet hat, bedankte sich zum Ende dreifach:
Zuerst für den Einsatz der Akteure, dann für das Kommen und Mitgefühl der Zuhörer und nicht zuletzt für die geleisteten Spenden. Er wünschte sich, dass durch diese Anteilnahme ein wenig Leid gelindert werden könne und ein jeder sich bemühen sollte, stets ein mitfühlendes Herz gegenüber dem Nächsten zu haben. Nur so kann, wie während der Vorträge geschehen, „Licht nach dem Dunkel“ kommen.

 

Liedtext:Schlagzeilen der letzten Tage:

Licht nach dem Dunkel, Friede nach Streit,                    

(Meterhohe Flutwelle überschwemmt das Land)

Jubel nach Tränen, Wonne nach Leid,                            

(Mehr als ein Drittel der getöteten Menschen sind Kinder)

Sonne nach Regen, Lust nach der Last,                        

(Dauerregen und Überschwemmung behindern Rettungsarbeiten)

nach der Ermüdung selige Rast!                                    

(Mehrere Millionen Obdachlose leben in Notunterkünften)

Freude nach Trauer, Heilung nach Schmerz,                  

(Zahl der Opfer steigt stetig)

nach dem Verluste Tröstung ins Herz,                            

(Angehörige suchen nach Ihren Liebsten)

Kraft nach der Schwachheit, Ruhm nach der Schmach,

(Arzt bricht nach 5 Tagen Dauereinsatz zusammen)

Sturm muss sich legen. Stille danach.                            

(Leichen werden in Heimatländer überführt)

Ruhe nach Mühsal, Ehre nach Hohn,                              

(Hunger und Krankheiten drohen)

nach den Beschwerden herrlicher Lohn,                        

(Suche nach Überlebenden wird eingestellt)

Labsal auf Ängste, Krone nach Kreuz,                            

(LKW Konvois und Flugzeuge bringen Hilfe)

Süßes nach Bitt'rem - o, wie erfreut's!                            

(18 Monate alter Junge überlebte auf Matratze!)

Die beeindruckende Hingabe, mit welcher die Stücke vorgetragen wurden, zeichnete den Kammerchor Wilhelmshaven nicht nur in diesem Konzert aus, sondern ist eine Tugend, die sich der Chor in den letzten 10 Jahren bewahrt hat. Das Neujahrskonzert in dieser Art zu gestalten war ein guter Start in das nun folgende Jubiläumsjahr und hinterließ Freude bei allen Beteiligten.


(GS)