Licht nach dem Dunkel

15.02. NAK Heidmühle

 

 

 

Programm:

Alexander Heinrich Walter Robausch, 1909 – 1943
Dunkle Tage, seid gesegnet

Dunkelheit

Georg Friedrich Händel, 1685 – 1759
Ich will nicht klagen

Lichtpunkt

Siegfried Karnick, geb. 1928
In dunkler, glaubensarmer Nacht

Licht und Schatten

aus dem Holländischen
Nicht immer wird es dunkel sein

Wenn es dunkel wird

unbekannter Komponist
Licht nach dem Dunkel

unbekannter Komponist
Ich will dich lieben, meine Stärke

Sonnenlicht

Klaus Michael Fruth, geb. 1940
Licht der Welt

Die Macht der Gedanken

Friedrich Hänssler, 1892 – 1972
Auf Adlers Flügeln getragen

Lasten tragen

Moritz Hauptmann, 1792 – 1868
Gott, mein Heil

Klaus Michael Fruth, geb. 1940
Gnade ist, wie Gott sie reicht

Karl Müller, geb. 1914
Nun rüstet die Braut

Vergänglichkeit

Henry Dalle Carbonare, 1912 – 1992
Jerusalem im ew´gen Licht

Kleine Blüte im Sonnenlicht

Gerhard Schumpp, geb. 1946
Du hast mir deinen Frieden

 

Bericht:

"Licht nach dem Dunkel"

...war das Motto eines Konzertes welches der Kammerchor Wilhelmshaven am 15. Februar 2004 in der Neuapostolischen Kirche Heidmühle unter der Leitung von Gerrit Junge gestaltete.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bezirksevangelisten Kallweit und durch ein gemeinsames Gebet erwartete die Zuhörer eine effektvolle Reise vom Dunkel ins Licht. Die Kompositionen aus dem Chorliederbuch der NAK wurden in wirkungsvoller Weise ergänzt durch 9 Gedichte* von Elise Schreyer; abwechselnd vorgetragen von den Geschwistern Stolz aus der Gemeinde Jever.

Eine behutsame, aber beeindruckende Lichtführung wurde im Laufe des Abends dem Motto des Konzertes gerecht, und führte die Zuhörer Stufe für Stufe aus dem grauen, kalten Dunkel zum strahlend, wärmenden Licht.

Die Wahl der Liedtexte beginnend mit „Dunkle Tage seid gesegnet“ über „Auf Adlers Flügeln getragen“ bis hin zu „Unser Mund soll froh lobsingen“ schuf den notwendigen Spannungsbogen, der durch die Gedichte nicht unterbrochen, sondern sich immer wieder ergänzend, harmonische Höhepunkte bildete.

Auch die wechselnde Gruppierung der Sänger (gemischt / 3-chörig / auf der Empore) trug mit dazu bei, die Gesamtstimmung zu erhalten. In schöner Erinnerung wird sicher „die Darstellung“ des Liedes : „Nun rüstet die Braut“ bleiben. Mit dieser Art des Vortrags hat man etwas Neues gewagt, und der Versuch ist in jeder Beziehung als gelungen zu bezeichnen.

In der vollbesetzten Heidmühler Kirche konnte man den Funken der Begeisterung förmlich überspringen hören, zumal die Sängerinnen und Sänger den Ansprüchen voll gerecht wurden und somit alt bekanntem Liedgut einen neuen Anstrich verliehen. Der lang anhaltende Beifall gab allen Beteiligten Recht, und weckte sicherlich den Wunsch nach weitern Konzerten in dieser oder auch ähnlicher Art.

(GS)

 

Konzertkritik:

 

Kammerchor stellte sich in Schortens vor

KONZERT Eindrucksvolle Bilder und Lichteffekte in Neuapostolischer Kirche

SCHORTENS/RW - Der Kammerchor Wilhelmshaven der Neuapostolischen Kirche mit seinem Leiter Gerrit Junge gab sein Schortens-Debüt mit einem überaus stimmungsvollen Konzert zum Thema „Licht nach dem Dunkel".

Nach einleitenden Worten von Günter Kallweit (Bezirksleitung der Neuapostolischen Gemeinden), in denen er auf das 75-jährige Bestehen der Neuapostolischen Gemeinde einging, begann der Kammerchor sein Programm, auf dem Stücke ausschließlich aus der Neuapostolischen Chorliteratur standen. Dazu nahm der Chor, passend zu den Liedinhalten, an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Gruppierungen Aufstellung.

Bei dem Stück „Licht der Welt", welches das Wirken des Apostolats in alter und neuer Zeit beschreibt, stand der Chor in einem großen Halbkreis um den Altar herum. Von dem eindrucksvollen Bild abgesehen, das durch die 30-köpfige Sängerschar entstand, wurde die Tätigkeit der Apostel „weltumspannend" eindrucksvoll symbolisiert. Das Thema „Licht nach dem Dunkel" wurde durch das gleich lautende Lied erneut lebendig. Dabei nahm der Chor in drei Gruppen Aufstellung. Der Gegensatz Licht-Dunkel wurde plastisch unterstrichen, indem sich die drei Gruppen in den Liedpassagen wie beim Staffellauf, hier aber gesanglich, ablösten.

Der chorische Vortrag wurde von ausgewählten Wortbeiträgen ergänzt, deren ausdrucksstarke Rezitatoren Prof. Dr. Christian Stolz mit Ehegattin Hannelore (Jever) waren. Alle Vorträge wurden von Lichteffekten begleitet. Den Höhepunkt des Konzerts bildete das Lied „Jerusalem, im ew'gen Licht", das der Chor von der Empore in die bis auf einen Lichtpunkt an der Decke unbeleuchtete Kirche erklingen ließ.

Gerrit Junge führte seinen Chor wie gewohnt sicher und mit expressivem Dirigat. Mit diesem Chorkonzert hat der Kammerchor nicht nur einen würdigen Auftakt seines Schaffens in Schortens bereitet, sondern auch durch das sensibel geplante und durchgeführte Programm einen besonderen Nerv dieser Zeit getroffen. Für den Sommer ist ein weiterer Auftritt des Kammerchores geplant.

Jeversches Wochenblatt, 18.02.2004